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Bei uns finden Sie über 50.000 Belege zu allen Themen der Deutschland-Philatelie - von 1871 bis in die 1950er Jahre
Zu folgenden Sammelgebieten:
Deutschland vor 1872
(Vorphilatelie / Altdeutsche Staaten)
1872 - 1918
Deutsches Kaiserreich
Bahnpost
Dienstmarken
Weltkrieg I
Besetzte Gebiete WK I
Auslandspostämter / Kolonien
Abstimmungsgebiete
Danzig
Postsachen
Dienstsachen
1919 - 1932
Weimarer Republik / Inflationszeit
Luft-/Flug-/Zeppelinpost
Abstimmungsgebiete
Danzig
Dienstsachen
Dienstmarken
Bahnpost
Postsachen
Freistempel (AFS / PFS)
1933 - 1945
III. Reich
Luft-/Flug-/Zeppelinpost
Danzig
Dienstmarken
Dienstsachen
Bahnpost
Weltkrieg II - Feldpost
Böhmen + Mähren
Besetzte Gebiete WK II
Freistempel (AFS / PFS)
Postsachen
bei ebay nicht erlaubt:
Deutschland nach 1945
Lokalausgaben
Barfrankaturen / Gebühr bezahlt
Gemeinschaftsausgaben / Kontrollrat
AM-POST
Band-/Netzüberdrucke
Zehnfachfrankaturen
Bauten Frankaturen
Bizone
Bizone Ganzsachen
SBZ
Berlin-Brandenburg
Besonderheiten nach 1945
Kriegsgefangenen-/Suchdienstpost
Not-/Behelfs-Aufbrauch-Ganzsachen
Dienstsachen
Freistempel (AFS / PFS)
Sonstiges
Deutschland ab 1949
Berlin (West)
Bundesrepublik
Deutsche Demokratische Republik
Postkrieg
Dienstsachen
Freistempel (AFS / PFS)
Sonstiges
Saar / Saarland
Ansichtskarten / Heimatbelege
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Themen unserer Angebote:
Ganzsachen Deutsches Reich, Deutschland Kaiserreich,
Ganzsachen Drittes Reich, Ganzsachen Nachkriegsdeutschland,
Bizone, Gemeinschaftsausgaben, Alliierter Kontrollrat,
AM-Post, Band/Netzaufdrucke, Posthornaufdruck,
Bauten, Notganzsachen, Behelfs- und Aufbrauchsausgaben,
Lokalpost, Notmaßnahmen nach dem Krieg, Militärregierung,
Zensurpost, Französische Zone, SBZ, Gebühr bezahlt,
Sonstige Besonderheiten nach 1945, Kriegsgefangenenpost,
Bundesrepublik, Berlin, DDR-Philatelie, Stempel,
Sonderstempel, Werbestempel, Flugpost, Schiffspost,
Ballonpost, Postkrieg, Postkarten, Ansichtskarten,
Heimatsammlung, Briefmarken, Briefmarkensammlung,
DEFINITIONEN:
AM-POST: Die Reichspost stellte in den unmittelbar von Kampfhandlungen betroffenen Gebieten ihre Arbeit ein. Am 20. Oktober 1944 besetzten US-amerikanische Truppen als erste deutsche Großstadt Aachen. Die Betriebsstrukturen und die Arbeit der deutschen Post wurden in den besetzten Gebieten wieder aktiviert, die Postämter mit neuen Marken (AM-POST-Marken) ausgestattet. Der Geltungsbereich der AM-Ausgabe wurde auf die gesamte Bizone ausgedehnt, was zur Folge hatte, dass die nächsten Ausgaben in London gedruckt wurden („englische Ausgaben“) und weitere dann in Braunschweig („deutsche Ausgaben“). Diesen Umständen und der schwierigen Situation in der unmittelbaren Nachkriegszeit ist geschuldet, dass sich die Ausgaben in Zähnung, Papier und Farbe erheblich unterscheiden und es auch viele Druckplattenfehler und Druckabweichungen gibt. Insgesamt erschienen 20 Wertstufen in 35 Ausgaben, zuletzt am 17. Januar 1946 der Wert zu 1 RM. Abgelöst wurde die Serie von der Kontrollratsausgabe, die ab dem 21. Juni 1948 erschien und Arbeiter zeigt.
POSTKRIEG: Als Postkrieg wird die Nichtakzeptanz von Sendungen durch das Postunternehmen eines Landes aus politischen Gründen bezeichnet. Hier ist entscheidend, dass Marken und Stempel oder andere offizielle postalische Merkmale auf der Sendung Grund der Beanstandung sind. Postämter des Empfängerlandes reagieren unterschiedlich auf beanstandeten Postsendungen beispielsweise durch Schwärzung der postalischen Merkmale, Forderung einer Nachgebühr oder Rücksendung des Poststücks.
Zensurpost: Als Briefzensur (Postzensur oder Postüberwachung) wird die Kontrolle des Inhalts von Briefen durch staatliche Stellen sowie die Schwärzung von Inhalten oder den Einzug des Briefes bei missliebigen Inhalten bezeichnet. Postsendungen, die im Rahmen der Zensur geöffnet wurden, verschlossen die kontrollierenden Behörden häufig mit einem Zensursteifen und versahen die Sendung mit einem Zensurstempel. In der Philatelie werden derart gekennzeichnete Briefe und Postkarten als Zensurpost bezeichnet.
Kontrollrat: Der Alliierte Kontrollrat wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den Besatzungsmächten als oberste Besatzungsbehörde für Deutschland eingesetzt und übte die höchste Regierungsgewalt aus.
Briefmarken aus der Zeit des Alliierten Kontrollrates in Deutschland wurden in den Jahren 1945 bis 1949 herausgegeben und genutzt. Sie stellen die ersten Gemeinschaftsausgaben nach dem Zweiten Weltkrieg dar, die in den amerikanischen, britischen und sowjetischen Besatzungszonen gültig waren, bevor 1949 die BRD und DDR entstanden.
Hier sind die wichtigsten Aspekte der Kontrollrats-Briefmarken:
Zeitraum: Die Ära der Kontrollratsausgaben begann nach der Kapitulation 1945. Die ersten gemeinsamen Dauermarken (Sämann-Serie) erschienen überwiegend ab 1946. Die Gültigkeit endete größtenteils mit der Währungsreform und der Aufteilung in BRD/DDR bis 1949.
Ausgaben: Es gab zwei Hauptausgaben.
1. Kontrollratsausgabe (1946): Ziffern in einem ovalen Kreis (Werte 2 Pfg bis 1 RM).
2. Kontrollratsausgabe (1947–1948): "Sämann"-Ausgabe (Darstellung eines Sämanns).
Postgebiet: Die Marken waren grundsätzlich in den alliierten Besatzungszonen (USA, Großbritannien, Sowjetunion) gültig.
Sammlerwert: Kontrollratsmarken sind geschätzte Zeitzeugnisse. Besonders gesucht sind geprüfte, postfrische Exemplare oder spezielle Plattenfehler.
Nicht zu verwechseln mit: Den frühen "AM Post"-Marken (Allied Military Post) der Amerikaner/Briten (1945) oder den lokalen Ausgaben der Besatzungszonen (z.B. Französische Zone).
Bizone: Die Bizone entstand am 1. Januar 1947 durch den Zusammenschluss der britischen und US-amerikanischen Besatzungszone zum „Vereinigten Wirtschaftsgebiet“. Sie war eine Reaktion auf die wirtschaftliche Not der Nachkriegszeit und das Scheitern einer gesamtdeutschen Verwaltung. Diese Vereinigung gilt als wirtschaftlicher Vorläufer und Keimzelle der 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland.
SBZ: Die Sowjetische Besatzungszone (SBZ; auch Ostzone, Sowjetzone, u. ä.) war eine der vier Besatzungszonen, in die Deutschland 1945 von den alliierten Siegermächten des Zweiten Weltkrieges aufgeteilt wurde.
Französische Zone: Die französische Zone war ein Teilgebiet im Nachkriegsdeutschland, das von Frankreich als einer der Hauptsiegermächte besetzt wurde. Die französische Besatzungszone war damit eine von vier Besatzungszonen in Deutschland nach dem Krieg.
Ganzsachen: sind alle Arten postalischer Formulare, die durch einen aufgedruckten Wertstempel oder einen gleichwertigen Vermerk zur Inanspruchnahme einer im Voraus bezahlten postalischen Dienstleistung berechtigen. (Textauszug aus MICHEL-Ganzsachen-Katalog)
# Philatelie: Sammeln von Belegen mit Briefmarken vom Deutschen Reich
## Einführung in die Philatelie
Die Philatelie bezeichnet das systematische Sammeln und Erforschen von Briefmarken und postalischen Belegen. Für viele Sammler stellen Briefmarken und Belege aus dem Deutschen Reich ein besonders interessantes Sammelgebiet dar, das einen bedeutenden Zeitraum der deutschen Geschichte abdeckt.
## Das Deutsche Reich als Sammelgebiet
Das Deutsche Reich existierte von 1871 bis 1945 und umfasst damit verschiedene politische Epochen: das Kaiserreich (1871-1918), die Weimarer Republik (1918-1933) und die Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945). Jede dieser Perioden brachte charakteristische Briefmarkenausgaben hervor, die historische Ereignisse, Persönlichkeiten und gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegeln.
## Was sind philatelistische Belege?
Philatelistische Belege sind Dokumente, die den postalischen Gebrauch von Briefmarken nachweisen. Dazu gehören:
- **Briefe und Postkarten**: Vollständige Sendungen mit Briefmarken, Stempeln und Adressangaben
- **Ganzsachen**: Vorfrankierte Postkarten, Briefumschläge oder Kartenbrief
- **Ersttagsbriefe**: Belege mit Briefmarken, die am ersten Ausgabetag gestempelt wurden
- **Sonderstempel-Belege**: Sendungen mit besonderen Gelegenheitsstempeln
## Wichtige Aspekte beim Sammeln
### Erhaltungszustand
Der Zustand eines Belegs ist entscheidend für seinen Wert. Sammler achten auf:
- Sauberkeit und Vollständigkeit
- Lesbarkeit der Stempel
- Zustand der Briefmarken (unbeschädigt, gut zentriert)
- Originalität (keine Manipulationen oder Reparaturen)
### Historische Bedeutung
Belege aus dem Deutschen Reich können besondere historische Ereignisse dokumentieren:
- Zeppelinpost und Luftpostverbindungen
- Inflationszeit der frühen 1920er Jahre
- Olympische Spiele 1936
- Kriegs- und Feldpost
### Frankaturarten
Interessant für Sammler sind verschiedene Frankaturformen:
- Einzelfrankaturen (eine Marke deckt das Porto)
- Mehrfachfrankaturen (mehrere gleiche Marken)
- Mischfrankaturen (verschiedene Markenausgaben kombiniert)
## Aufbau einer Sammlung
### Thematische Gliederung
Sammler können ihre Belege nach verschiedenen Kriterien ordnen:
- Chronologisch nach Epochen
- Nach Postdienstleistungen (Normal-, Luft-, Feldpost)
- Nach Motivgruppen oder historischen Ereignissen
- Nach Postorten oder Regionen
### Dokumentation und Aufbewahrung
Professionelle Sammler legen Wert auf:
- Beschreibung der Belege mit Datum, Laufweg und Besonderheiten
- Verwendung säurefreier Alben und Schutzhüllen
- Systematische Katalogisierung
- Vermeidung direkter Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit
## Bewertung und Kataloge
Zur Bestimmung und Bewertung von Belegen nutzen Philatelisten spezialisierte Kataloge, etwa den Michel-Katalog. Diese Nachschlagewerke enthalten Informationen zu:
- Ausgabedaten und Druckauflagen
- Markenwerten und Varianten
- Preisorientierungen für ungebrauchte und gestempelte Marken
- Besonderheiten und Fehldrucke
## Historische Sensibilität
Beim Sammeln von Material aus dem Deutschen Reich, insbesondere aus der NS-Zeit, ist ein verantwortungsvoller Umgang wichtig. Der Fokus liegt auf dem postgeschichtlichen und philatelistischen Aspekt, nicht auf der Verherrlichung politischer Systeme. Seriöse Sammler betrachten diese Belege als historische Dokumente.
## Einstieg in das Sammelgebiet
Für Einsteiger empfiehlt sich:
- Besuch von Briefmarkenbörsen und Tauschtagen
- Kontakt zu philatelistischen Vereinen
- Fachliteratur zur Postgeschichte des Deutschen Reichs
- Beginn mit einem überschaubaren Teilgebiet
- Austausch mit erfahrenen Sammlern
## Fazit
Das Sammeln von Belegen mit Briefmarken vom Deutschen Reich verbindet philatelistisches Interesse mit historischer Dokumentation. Die Vielfalt der Ausgaben, die Komplexität der Postgeschichte und die Möglichkeit, Geschichte durch authentische Dokumente zu erleben, machen dieses Sammelgebiet zu einem faszinierenden Bereich der Philatelie.
Alle Infos zu dieser Seite/zu diesem Angebot
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